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Welches Meditationskissen passt zu mir?

Welches Meditationskissen passt zu mir?

Falls dich dieses Thema interessiert, empfehle ich dir auch den Blog-Artikel „Der Meditationssitz: So sitzt Du richtig“ zu lesen.

Um das richtige Meditationskissen auszusuchen, stelle dir die folgenden 3 Fragen:

  • Welche Sitzhaltung ist für meinen Körper geeignet?
  • Welche Sitzhöhe benötige ich?
  • Wie lange dauert meine Meditation?

Welche Sitzhaltung ist für meinen Körper geeignet?

Zunächst sollte man sich die verschiedenen Möglichkeiten der Sitzhaltung betrachten. Manchmal bevorzugt man schon ganz intuitiv die ein oder andere Sitzhaltung. Das ist auch gut so, denn man soll sich ja wohlfühlen bei der Meditation.

Es gibt jedoch auch Sitzmöglichkeiten, wie die Meditationsbank beispielsweise, die auf den ersten Blick weniger bequem aussehen als sie tatsächlich sind. Daher ist es natürlich immer am besten, die verschiedenen Möglichkeiten auszuprobieren. Ein gutes Meditationsstudio sollte entsprechend ausgestattet sein. Vielleicht gibt es ja ein Studio in deiner Nähe.

 

Die klassische Sitzhaltung der Yogis ist der Sitz mit gekreuzten Beinen

✅ Etwas Beweglichkeit und Flexibilität in Gelenken und Hüfte sind Voraussetzung

❌Ungeeignet bei eingeschränkter Beweglichkeit, Ischias- oder Kreuzbeinproblemen

Die Sitzhaltung mit gekreuzten Beinen bietet einige Vorteile. Man sitzt mit einer aufrechten Wirbelsäule auf dem Meditationskissen. Der Rücken kann so in seiner natürlichen, entspannten und frei ausbalancierten Haltung verweilen. Eine aufrechte Sitzhaltung hält uns vom Einschlafen ab und unterstützt den Kreislauf sowie die Kommunikationswege der Wirbelsäule.

Die gekreuzten Beine bieten eine kompakte, stabile und gut geerdete Sitzposition. Dies ermöglicht einen ruhigen Sitz, bei guter Durchblutung der Beine. Die Immobilität des Körpers und die Reduzierung äußerer Reize helfen unserem Gehirn und dem Körper, zur Ruhe zu kommen.

Je nach Vorliebe und bedingt durch unsere individuellen körperlichen Möglichkeiten, können wir die Beine auf verschiedene Arten ablegen bzw. kreuzen. Die unterschiedlichen Versionen nennen sich Lotussitz, burmesischer Sitz, Schneidersitz, Siddhasana, Muktasana etc.. Siehe dazu die 4 aus unserer Sicht wichtigsten Typen des Sitzes mit gekreuzten Beinen auf der Startseite.

 

Der Sitz auf einem Stuhl

✅ Bei eingeschränkten körperlichen Möglichkeiten eine gute Wahl.

Es lässt sich auch ganz einfach und gut auf einem Stuhl meditieren. Man sollte dabei eher etwas weiter vorne auf dem Stuhl sitzen und nicht unbedingt den Rücken anlehnen.

Das ist vor allem dann eine gute Lösung, wenn die körperlichen Möglichkeiten eingeschränkt sind. Wenn man zum Beispiel Knie- oder Hüftprobleme hat, wird der Sitz mit gekreuzten Beinen schnell zum gesundheitlichen Risiko. Vor zu viel Ehrgeiz sei hier gewarnt. Pass‘ immer auf deine Gelenke auf!

❌ Das meditieren auf einem Stuhl bietet eine weniger kompakte Sitzhaltung.

 

Der Fersensitz [Vajrasana]

✅ Kompakter Sitz, der auch bei eingeschränkten körperlichen Möglichkeiten eine gute Wahl sein kann. Auch für Schwangere gut geeignet.

❌ Darauf achten, dass Körpergewicht nicht auf den Beinen lastet.

Häufig wird der Fersensitz in Kombination mit einer Meditationsbank eingenommen. Das hat vor allem den Vorteil, dass das Körpergewicht nicht auf den Beinen lastet, sondern auf der Meditationsbank.

Die Mediationsbank ist auch bei eingeschränkten körperlichen Möglichkeiten oft eine sehr gute Lösung für einen ruhigen und kompakten Sitz. Sie eignet sich für längere Sitzungen. Es gibt sie in unterschiedlichen Formen und mit bequemen und angenehmen Polsterungen.

Für den Fersensitz werden auch Bolsterkissen, Quaderkissen oder Rundkissen verwendet. Dies kann auch eine gute Alternative darstellen. Man sollte jedoch darauf achten, dass das Körpergewicht auf dem Kissen lastet und nicht auf den Beinen oder den Fersen.

 

Welche Sitzhöhe benötige ich?

Die geeignete Sitzhöhe ergibt sich aus der Kombination von Körpergröße, Beweglichkeit und Flexibilität der Gelenke und deiner Hüfte.

✅ Kleinere, bewegliche Meditierende kommen meist mit einem etwa 10 cm hohen Kissen gut zurecht. Es gibt aber auch viele größere Yogis, die dank guter Beweglichkeit recht nahe am Boden sitzen. Manch einer sitzt sogar auf dem blanken Boden. Aber das muss vielleicht nicht unbedingt sein 😉

✅ Meditierende ab etwa 180 cm sitzen meist etwas höher bis zu etwa 25 cm. Aber auch kleinere, ungeübte Meditierende mit geringer Beweglichkeit sitzen gerne etwas höher.

Letztlich muss hier jeder für sich selbst die richtige Höhe finden und unterschiedliche Höhen auszuprobieren. Alternativ kann man auch das höhere Meditationskissen wählen und bei Bedarf die Füllhöhe reduzieren. Dabei sollte man darauf achten, dass die Füllung mittels Reißverschluss entnommen werden kann. Ein weiterer Vorteil eines größeren Meditationskissens ist, dass es meist eine größere und damit bessere Sitz- und Beinablage bietet.

 

Wie lange dauert meine Meditation?

Die Dauer der Meditation ist ein ganz entscheidendes Kriterium und doch wird die Frage danach bei der Meditationskissen-Wahl meist ausgelassen.

✅ Dabei lautet die Faustegel: Wer nur 5-20 Minuten sitzt, kommt mit den meisten Meditationskissen zurecht.

✅ Wer jedoch 20 Minuten und länger sitzen möchte, muss sich zumindest am Anfang unweigerlich mit Schmerzen und Taubheit in den Gliedmaßen auseinandersetzen. Hier kann das falsche Meditationskissen zum unüberwindbaren Hindernis für die entspannte und erfüllende Meditation werden.

Meditation ist ein generischer Begriff, unter dem jeder etwas anderes versteht. Geführte Online-Meditationen erreichen heute viele Menschen und das ist gut so. Dennoch unterscheiden sich solche populären Meditationstechniken ganz erheblich von der Art und Weise, wie beispielsweise buddhistische Mönche meditieren.

Wer etwa Techniken der konzentrativen Achtsamkeit erlernen möchte, um tiefe Konzentrationszustände [Zugangskonzentration, Nimita, Jhana] zu erfahren, kommt mit 10 Minuten Meditationen allerdings nicht weit.

Das gleiche gilt für die Neuroplastizität, die Veränderung des Gehirns in Struktur und Dichte als Folge der Meditation. Dazu gibt es zahlreiche Studien mit erstaunlichen Ergebnissen. Hier ist es ähnlich wie im Fitnessstudio. Wer spürbare Effekte erreichen will, muss täglich praktizieren.

Das Ganze hängt natürlich auch von der persönlichen Prädisposition, also den individuellen Gegebenheiten ab. Unter erfahrenen Yogis gilt eine 45 minütige, tägliche Meditationssitzung als minimale Dauer, um Fortschritte in der meditativen Versenkung zu erreichen. Nach oben gibt es da kaum eine Grenze. Buddhistische Mönche sitzen meist mehrere Stunden jeden Tag.

Alle Fragen beantwortet? Dann kannst du dir dein Kissen jetzt aussuchen!

Wähle zwischen:

Rundkissen

✅ Das traditionelle Rundkissen sieht man häufig in Yoga- und Meditationsstudios. Es bietet jedoch eher wenig Sitzkomfort und ist eher für kurze Meditationen geeignet. Dafür gibt es sie häufig in unterschiedlichen Sitzhöhen. Es ist empfehlenswert ein Rundkissen mit dem etwas größeren Durchmesser zu wählen. Es ist geeignet für das Sitzen mit gekreuzten Beinen und bedingt auch für den Fersensitz.

❌Die Form eines „Kochtopfes“ bietet geringen Sitzkomfort. Daher ist das Rundkissen eher für kürzere Meditationen geeignet.

 

Zafu

✅ Das Zafu ist die etwas komfortablere Variante zum Rundkissen und somit schon eher für längere Sitzungen geeignet. Meist ist es etwas größer und verfügt über Dehnungsfalten. Im Vergleich zum normalen Rundkissen wird so schon eine leichte Unterstützung für das Steißbein erreicht. In der Folge rollt das Becken etwas nach vorne. Es ist geeignet für das Sitzen mit gekreuzten Beinen und bedingt auch für den Fersensitz.

❌Es bietet keine Ablage für die Oberschenkel. Die Steißbeinunterstützung ist lediglich ansatzweise vorhanden.

  

Halbmond

✅ Halbmondkissen sind für das Sitzen mit gekreuzten Beinen geeignet. Die Form mit der abgewinkelten Sitzfläche und den kurzen Oberschenkelauflagen zeigt bereits leichte Ansätze einer guten Sitzergonomie. Es ist empfehlenswert ein größeres Halbmondkissen zu wählen. Ein größeres, bequemes Halbmondkissen ist auch für längere Sitzungen geeignet.

❌ Leider sind viele Halbmondkissen eher klein geraten und unterstützen in diesem Fall den Körper nur unzureichend.

 

Meditationsbank oder Mediationshocker

✅ Die Meditationsbank ist ein Klassiker und unser Geheimtipp für gutes Sitzen während der Meditation. Optisch sehen die meist aus Holz gefertigten Meditationsbänke oft etwas karg aus. Daher sind die meisten erstaunt, wie gut es sich darauf sitzen lässt. Es gibt Meditationsbänke auch mit Polsterung, was auf jeden Fall hilfreich ist.

Achte auch auf eine angewinkelte Sitzfläche. Diese ermöglicht eine Beckenkippung, die wiederum der Wirbelsäule besseren Halt bietet. Es gibt Varianten mit abgerundeten Sitzbeinen für eine stufenlose, individuelle Winkeleinstellung. Für manche ist das ideal, für andere zu kippelig. Da hilft nur ausprobieren. Meditationsbänke sind vor allem für den Fersensitz geeignet. Man kann auf Meditationsbänken auch gut längere Sitzungen machen.

❌ Für den Sitz mit gekreuzten Beinen ist die Meditationsbank eher nicht geeignet.

 

Bolster, Quader, rechteckige Kissen

✅ Bolster, Quader, rechteckige Kissen werden vor allem gerne als Fersensitz eingesetzt. Oft handelt es sich um Yoga-Multifunktionskissen. Man sollte darauf achten, dass das Körpergewicht auf dem Kissen lastet und nicht auf den Unterschenkeln oder Fersen. Dann sind auch längere Sitzungen durchaus möglich.

❌Für den Sitz mit gekreuzten Beinen eher nicht geeignet.

 

Meditationsstuhl

✅ Es gibt Meditationsstühle, die wie ein Bodenkissen mit Rückenlehne aussehen. Eine Lehne für den oberen Teil des Rückens ist jedoch nur bedingt hilfreich in der Meditation. Eine natürliche Körperbalance und Haltung der Wirbelsäule, die sich auf das Knochengerüst stützt bei, in der sich der Körper natürlich zentriert, stabil und entspannt anfühlt ist so nur eingeschränkt möglich. Der Meditationsstuhl kann jedoch für Menschen mit Rücken- oder Hüftproblemen eine richtig gute Lösung sein.

❌Die Meditation mit Rückenlehne ist eher ein Kompromiss für Menschen, die nicht gut ohne Rückenlehne sitzen können. Es hat durchaus Vorteile, wenn die Wirbelsäule in ihrer Funktion als innerer Kommunikationsweg in einer natürlichen, freien Haltung ausbalanciert ist.

 

Ergonomisches Mehrkammer-Meditationskissen SNUG

✅ Das neue Mehrkammer-Meditationskissen SNUG wurde mit dem Ziel entwickelt, die Schwächen traditioneller Meditationskissen auszugleichen und die Sitzergonomie deutlich zu verbessern.

Für einen gesunden Sitz mit gekreuzten Beinen und aufrechtem Rücken bedarf es der richtigen Beckenkippung und der Unterstützung des unteren Rückens [Steißbein].

Die Einstellung der individuellen Sitzhöhe und die gleichmäßige Ablage der Oberschenkel bis zum Boden sind weitere Features, die zu Sitzkomfort und guter Sitzergonomie führen.

So bietet SNUG eine optimale Körperstabilisierung für einen bequemen und schmerzfreien Sitz. Besonders geeignet für längere Sitzungen und Retreats.

❌ Für den Fersensitz eher nicht geeignet.

 

Überlege dir auch, ob du eine Meditationsmatte als Unterlage für das Meditationskissen haben möchtest.

Zu guter Letzt noch ein Tipp für diejenigen unter euch, die länger sitzen möchten: Kleine Kissen, Handtücher oder Schwämme sind oft hilfreich. Man kann sie sehr gut zur gezielten Entlastung [meist im Bereich Ober-, Unterschenkel und Füße] dort einsetzen, wo es weh tut.

meditation is mindhack no.1 • go practice • it’s worth it • every minute counts

Meditation macht am Anfang [oft] keinen Spaß

Meditation macht am Anfang [oft] keinen Spaß

Wir sind es gewohnt, unseren Gedanken ständig und unablässig zu folgen, sobald sie auftauchen. Ohne wenn und aber.

Wenn wir uns nun auf unser Meditationskissen setzen und versuchen, uns auf die Atemempfindungen zu konzentrieren, werden wir regelrecht von Gedanken überfallen – oft geht das schneller als wir denken können – und wir bemerken es nicht einmal:

"Ich muss die Wäsche machen ... warum habe da nicht anders reagiert ... das ist lächerlich ... ich sollte meine Zeit besser nutzen als hier sinnlos herumzusitzen ... warum hat sie das nur zu mir gesagt." und so weiter etc. pp.

Als nächstes bemerken wir den Gedanken [die Ablenkung] und lenken unsere Aufmerksamkeit erneut auf die Atemempfindung. Kurz darauf überfallen uns neue Gedanken ... und so weiter.

Unser Geist ist daran gewöhnt, den ganzen Tag beschäftigt zu sein, vom morgendlichen Aufstehen bis zum Schlafengehen. Er ist den ganzen Tag damit beschäftigt, mit uns zu sprechen.

Unser Verstand, bzw. unser Geist ist einfach nicht daran gewöhnt, ruhig und still zu sein. Es ist ein gewohnheitsmäßiges Verhalten, das wir über viele Jahre, meist über Jahrzehnte etabliert haben.

Und wir wissen sehr genau, was passiert, wenn wir versuchen, alte Gewohnheiten zu ändern.

Wenn wir versuchen, eine Diät zu machen, mit dem Rauchen aufzuhören oder eine tägliche Jogging-Routine zu etablieren – unser Geist-Körper-Organismus ist sehr gut darin, uns sehr schnell davon zu überzeugen, dass diese Änderung der Gewohnheit keine gute Idee ist.

Gewohnheiten zu ändern kostet einfach sehr viel Energie. Unser Gehirn ist aber von Natur aus ein Energiesparer. Wenn wir also so wirklich, wirklich eine Gewohnheit ändern wollen, brauchen wir jede Menge Selbstdisziplin, um uns durchzusetzen, innere Widerstände zu überwinden und daran festzuhalten.

Unser Geist wird uns immer erst einmal erzählen, dass das ja eine ganz blöde Idee ist. Wenn wir versuchen, eine gut etablierte Gewohnheit zu ändern, wird unser Geist alles versuchen, um uns davon zu überzeugen, zu der alten Gewohnheit zurückzukehren.

Genauso ist es, wenn wir auf unserem Meditationskissen sitzen und versuchen, eine Meditationsroutine zu etablieren.

Das macht man einfach nicht mal so eben. Es ist einfach nicht easy peasy.

Fast jeder, der mit Meditation beginnt, hat es am Anfang schwer.

Das ist die Natur des ungeübten Geistes.

Aber weißt du was?!

Eigentlich ist das eine gute Nachricht.

Denn sobald wir uns auf unser Meditationskissen setzen und mit Achtsamkeitstechniken beginnen, aktivieren wir bestimmte Netzwerke im Gehirn und sind damit sofort mitten im Veränderungsprozess.

Wenn wir das regelmäßig machen, verändern sich diese Netzwerke und damit unser Gehirn, in Dichte und Struktur. Genau wie bei den Muskeln werden unsere geistigen Fähigkeiten stärker, wenn sie aktiv beansprucht werden.

Dein Gehirn verändert sich besonders, wenn du etwas tust, das dich aus deiner Komfortzone herausholt.

Höre also auf zu jammern „das ist nichts für mich“ oder „das kann ich nicht“.

Sobald du dich zum Üben auf das Meditationskissen setzt und mit den Achtsamkeitstechniken anfängst, beginnen die Veränderungen in den Gehirnnetzwerken zu deinen Gunsten.

Es braucht halt eben dieses Durchhaltevermögen, die das Gehirn dazu bringt, zu lernen, zu wachsen und sich plastisch zu transformieren.

Nun, was genau lernst du in dieser Situation?

Du lernst ein paar sehr wertvolle Fähigkeiten bzw. Sub-Skills.

Das Beobachten der eigenen Gedanken ist eine Fähigkeit die man Metakognition nennt - eine faszinierende Fähigkeit des menschlichen Geistes.

Es ist ein bisschen so, als wäre man an zwei Orten gleichzeitig. Stelle dir ein Basketballspiel in einer Sporthalle vor, bei dem du selber mitspielst und du dich gleichzeitig von der Tribüne aus beim Spielen beobachten kannst.

Metakognition bedeutet, dass wir unsere Gedanken und unseren inneren Dialog beobachten können. Meditation macht uns unseren inneren Dialog bewusster.

Dies hilft uns, klarer zu sehen, bessere Entscheidungen zu treffen und die operative Kontrolle über unseren Geist zu erlangen. Nach einer Weile reflektieren wir auch im täglichen Leben unsere Gedanken besser – und verbessern so unsere Entscheidungen und Reaktionen.

Die Sub-Skills sind:

  1. Das ausrichten der Aufmerksamkeit auf die Atemempfindungen [Konzentration]
  2. Das bemerken neuer, aufkommender Gedanken [Geistesgegenwärtigkeit]
  3. Das erneute ausrichten der Aufmerksamkeit die Atemempfindungen [Konzentration]

Den eigenen Gedanken und Gefühlen nicht zu folgen, sondern stattdessen die Aufmerksamkeit neu auszurichten, geht gegen den Strom unseres gewohnten Verhaltens. Dies verändert buchstäblich unser Gehirn.

Aber mehr noch. Wir nehmen diese neuen Fähigkeiten mit in unser tägliches Leben. Denn, wenn wir uns im Job konzentrieren müssen, gelten ganz ähnliche Bedingungen.

Mit fortschreitender Übung, können wir uns grundsätzlich besser konzentrieren und lassen uns weniger ablenken. In Zeiten von Multimedia und täglichem Veränderungsstress ist das eine der wertvollsten Fähigkeiten überhaupt.

Achtsamkeit – oder auch bewusste Aufmerksamkeit - ist ein Werkzeug, um bestimmte neuronale Netzwerke zu aktivieren und andere zu hemmen – was zu Struktur- und Dichteveränderungen im Gehirn führt. Das ist keine Esoterik, sondern wissenschaftlich belegt und weithin anerkannt.

Man nennt es Neuroplastizität.

Wenn du also frustriert auf dem Meditationskissen sitzt und denkst, „Meditation funktioniert bei mir einfach nicht“, wenn es dich fast wahnsinnig macht, sitzen zu bleiben, wenn du dich von so vielen Gedanken gequält fühlst, die während der Meditation auftauchen, kannst du dir auch einfach vorstellen:

„Dies ist die beste Zeit für aktive Veränderungen“.

Zu wissen, dass du gerade jetzt in diesem Moment deine neuronalen Netzwerke buchstäblich zum Besseren veränderst, bedeutet eine unangenehme Situation positiv zu bewerten – ein kleiner Trick, der häufig hilft.

Solange du auf dem Meditationskissen sitzen bleibst und dem Impuls zum Aufstehen nicht nachgibst.

Wenn du lernst, deine Aufmerksamkeit zu steuern und zu lenken – insbesondere in schwierigen Situationen – kannst du deine Lebensqualität deutlich verbessern.

Darüber hinaus verhindert diese Praxis einen „limbischen Überfall“ auf deine Gefühle, da du so die exekutiven Funktionen deines Gehirns aktivierst [unter anderem den Frontallappen]. Meditation stärkt so die Selbstkontrolle und verringert die Reaktivität der Netzwerke, die die Gefühle steuern.

Achte also auf alles, was unerwünschte emotionale Reaktionen bei dir auslöst. Deine Trigger zeigen den Punkt, an dem Meditation dir helfen kann, mit Achtsamkeit aus der Gefühlsspirale herauszutreten.

Selbstkontrolle beginnt in der kleinen Lücke zwischen Reiz [Trigger] und deiner Reaktion darauf.

Setz‘ dich jeden Tag auf dein Meditationskissen und übe - jede Minute zählt – es lohnt sich.

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Haftungsausschluss: Meditation gilt allgemeinen als sicher. Tiefergehende Meditationstechniken sollten jedoch mit einem qualifizierten Lehrer erlernt werden. Diese Anleitung ersetzt keine ärztliche oder psychologische Behandlung. Wenn du in der Vergangenheit große Ängste, Depressionen oder andere psychische Probleme hattest, konsultiere bitte einen Therapeuten oder Arzt, bevor du tiefergehende Meditationspraktiken durchführst.

Mal eben eine Linie durchziehen..

Mal eben eine Linie durchziehen..

Wir können es kaum ertragen, wenn das Internet oder der Fernseher ausfällt, wenn wir mal untätig oder alleine sein müssen. Die neuen Medien bedienen uns dabei mit einer sehr, sehr leicht erreichbaren Ablenkung. Mal eben Whatsapp, Fußballergebnisse oder Angebote checken….ist wie eine Linie durchziehen.

Die moderne Lebensform der Schnelllebigkeit, Multitasking, Wahlvielfalt und der Ergebnis- und Erlebnisorientierung sind letztlich aufmerksamkeitserschöpfende Stressoren, die wir mit Aufmerksamkeit regelrecht „bezahlen“. Im Englischen sagt man „to pay attention“ als wäre es eine Währung, ein Zahlungsmittel von besonderem Wert.

Wenn die Aufmerksamkeit erschöpft ist, sind wir „zerstreut“ oder „aufgelöst“. Hinterher „sammeln“ wir uns wieder mühevoll. Die Fähigkeit zur bewusst ausgerichteten Aufmerksamkeit geht zurück und scheint derzeit vom Aussterben bedroht zu sein.

Um zu verstehen wie wir in diese Situation reingerutscht sind – hilft es, wenn wir uns unsere Fähigkeit zur Selbststeuerung bzw. Selbstregulation betrachten. Darunter versteht man unsere Fähigkeiten, Aufmerksamkeit, Emotionen, Impulse und Handlungen aktiv und bewusst zu steuern – statt uns vom Alltag, Gewohnheiten, Süchten und anderen [vermeintlichen] Zwängen treiben zu lassen.

Unsere Aufmerksamkeit funktioniert wie ein Scheinwerfer, den wir auf das richten, was wir in unser Bewusstsein reinlassen. Wir können entscheiden, ob wir nach links oder nach rechts schauen, mit welchen Themen wir uns beschäftigen, ob wir eine Serie im TV ansehen oder ob wir etwas lernen.

Man nennt das auch selektive Aufmerksamkeit, die Auswahl dessen [Objekte], was wir erfahren wollen, was wir in unsere Welt hereinlassen und was nicht.

Aufmerksamkeit ist eine Energie, die unter unserer Kontrolle ist.

Je nach Qualität und Fähigkeit unsere Aufmerksamkeit auf diese Weise zu kontrollieren, bewegen wir uns zwischen totaler Hilfslosigkeit und Glückszustand.

Die Zusammenhänge zwischen der Kontrolle der Aufmerksamkeit und der Lebensqualität hat der weltweit bekannte Psychologe und Flow-Papst Prof. Mihály Csíkszentmihályi erforscht:

„Die Kontrolle des Bewusstseins bestimmt die Lebensqualität. Um diese Eigenschaft zu entwickeln, muss man Wege finden, sein Bewusstsein so zu ordnen, dass man Kontrolle über seine Gefühle und Gedanken ausübt. Daher werden die Informationen, die wir ins Bewusstsein einlassen, extrem wichtig; es handelt sich immerhin und den Inhalt und die Qualität unseres Lebens.

Nimmt der Mangel an selbstbestimmter Aufmerksamkeit überhand, kann es gar zu einer krankhaften Entwicklung kommen. Und so kümmern sich psychiatrische Kliniken auch um Menschen, deren gravierender Mangel an selbstbestimmter Aufmerksamkeit sie regelrecht zu Behinderten macht.

Auf der anderen Seite kann bewusste Aufmerksamkeit erst zu innerer Ruhe führen, dann zu Flow und letztlich zu nachhaltiger Freude. Flow ist ein Gefühl hochkonzentrierten Versinkens in einer Tätigkeit. Eine einsgerichtete Konzentration auf ein begrenztes Thema erlaubt es, tief in eine Aktivität einzutauchen.

Flow ist der Zustand, in dem unsere Arbeit mühelos wird, wie von alleine läuft und uns gleichzeitig Glücksgefühle beschert. Meditative Versenkung führt genau in solche Flow-Zustände. Egal ob es nun um Sport, Arbeit oder Meditation geht, die jeweilige Handlung fließt, ohne dass dafür gezielt etwas getan werden muss.

Atem-Meditation ist [unter anderem] ein Aufmerksamkeitstraining, in dem wir immer wieder und wieder die Steuerung und Kontrolle unserer Aufmerksamkeitsfähigkeiten trainieren – und uns dadurch frei machen, von Konditionierungen, unangenehmen Gedanken und Beeinflussbarkeit.

Das funktioniert mittels Neuroplastizität des Gehirns, also der Fähigkeit der Anpassung des Gehirns durch Übung. Ähnlich so, wie wir einen Muskel durch Sport stärken können, trainiert unser mentaler Muskel unsere geistigen Prozesse.

Setz‘ dich jeden Tag auf dein Meditationskissen und übe - jede Minute zählt – es lohnt sich.

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