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Meditation macht am Anfang [oft] keinen Spaß

Meditation macht am Anfang [oft] keinen Spaß

Wir sind es gewohnt, unseren Gedanken ständig und unablässig zu folgen, sobald sie auftauchen. Ohne wenn und aber.

Wenn wir uns nun auf unser Meditationskissen setzen und versuchen, uns auf die Atemempfindungen zu konzentrieren, werden wir regelrecht von Gedanken überfallen – oft geht das schneller als wir denken können – und wir bemerken es nicht einmal:

"Ich muss die Wäsche machen ... warum habe da nicht anders reagiert ... das ist lächerlich ... ich sollte meine Zeit besser nutzen als hier sinnlos herumzusitzen ... warum hat sie das nur zu mir gesagt." und so weiter etc. pp.

Als nächstes bemerken wir den Gedanken [die Ablenkung] und lenken unsere Aufmerksamkeit erneut auf die Atemempfindung. Kurz darauf überfallen uns neue Gedanken ... und so weiter.

Unser Geist ist daran gewöhnt, den ganzen Tag beschäftigt zu sein, vom morgendlichen Aufstehen bis zum Schlafengehen. Er ist den ganzen Tag damit beschäftigt, mit uns zu sprechen.

Unser Verstand, bzw. unser Geist ist einfach nicht daran gewöhnt, ruhig und still zu sein. Es ist ein gewohnheitsmäßiges Verhalten, das wir über viele Jahre, meist über Jahrzehnte etabliert haben.

Und wir wissen sehr genau, was passiert, wenn wir versuchen, alte Gewohnheiten zu ändern.

Wenn wir versuchen, eine Diät zu machen, mit dem Rauchen aufzuhören oder eine tägliche Jogging-Routine zu etablieren – unser Geist-Körper-Organismus ist sehr gut darin, uns sehr schnell davon zu überzeugen, dass diese Änderung der Gewohnheit keine gute Idee ist.

Gewohnheiten zu ändern kostet einfach sehr viel Energie. Unser Gehirn ist aber von Natur aus ein Energiesparer. Wenn wir also so wirklich, wirklich eine Gewohnheit ändern wollen, brauchen wir jede Menge Selbstdisziplin, um uns durchzusetzen, innere Widerstände zu überwinden und daran festzuhalten.

Unser Geist wird uns immer erst einmal erzählen, dass das ja eine ganz blöde Idee ist. Wenn wir versuchen, eine gut etablierte Gewohnheit zu ändern, wird unser Geist alles versuchen, um uns davon zu überzeugen, zu der alten Gewohnheit zurückzukehren.

Genauso ist es, wenn wir auf unserem Meditationskissen sitzen und versuchen, eine Meditationsroutine zu etablieren.

Das macht man einfach nicht mal so eben. Es ist einfach nicht easy peasy.

Fast jeder, der mit Meditation beginnt, hat es am Anfang schwer.

Das ist die Natur des ungeübten Geistes.

Aber weißt du was?!

Eigentlich ist das eine gute Nachricht.

Denn sobald wir uns auf unser Meditationskissen setzen und mit Achtsamkeitstechniken beginnen, aktivieren wir bestimmte Netzwerke im Gehirn und sind damit sofort mitten im Veränderungsprozess.

Wenn wir das regelmäßig machen, verändern sich diese Netzwerke und damit unser Gehirn, in Dichte und Struktur. Genau wie bei den Muskeln werden unsere geistigen Fähigkeiten stärker, wenn sie aktiv beansprucht werden.

Dein Gehirn verändert sich besonders, wenn du etwas tust, das dich aus deiner Komfortzone herausholt.

Höre also auf zu jammern „das ist nichts für mich“ oder „das kann ich nicht“.

Sobald du dich zum Üben auf das Meditationskissen setzt und mit den Achtsamkeitstechniken anfängst, beginnen die Veränderungen in den Gehirnnetzwerken zu deinen Gunsten.

Es braucht halt eben dieses Durchhaltevermögen, die das Gehirn dazu bringt, zu lernen, zu wachsen und sich plastisch zu transformieren.

Nun, was genau lernst du in dieser Situation?

Du lernst ein paar sehr wertvolle Fähigkeiten bzw. Sub-Skills.

Das Beobachten der eigenen Gedanken ist eine Fähigkeit die man Metakognition nennt - eine faszinierende Fähigkeit des menschlichen Geistes.

Es ist ein bisschen so, als wäre man an zwei Orten gleichzeitig. Stelle dir ein Basketballspiel in einer Sporthalle vor, bei dem du selber mitspielst und du dich gleichzeitig von der Tribüne aus beim Spielen beobachten kannst.

Metakognition bedeutet, dass wir unsere Gedanken und unseren inneren Dialog beobachten können. Meditation macht uns unseren inneren Dialog bewusster.

Dies hilft uns, klarer zu sehen, bessere Entscheidungen zu treffen und die operative Kontrolle über unseren Geist zu erlangen. Nach einer Weile reflektieren wir auch im täglichen Leben unsere Gedanken besser – und verbessern so unsere Entscheidungen und Reaktionen.

Die Sub-Skills sind:

  1. Das ausrichten der Aufmerksamkeit auf die Atemempfindungen [Konzentration]
  2. Das bemerken neuer, aufkommender Gedanken [Geistesgegenwärtigkeit]
  3. Das erneute ausrichten der Aufmerksamkeit die Atemempfindungen [Konzentration]

Den eigenen Gedanken und Gefühlen nicht zu folgen, sondern stattdessen die Aufmerksamkeit neu auszurichten, geht gegen den Strom unseres gewohnten Verhaltens. Dies verändert buchstäblich unser Gehirn.

Aber mehr noch. Wir nehmen diese neuen Fähigkeiten mit in unser tägliches Leben. Denn, wenn wir uns im Job konzentrieren müssen, gelten ganz ähnliche Bedingungen.

Mit fortschreitender Übung, können wir uns grundsätzlich besser konzentrieren und lassen uns weniger ablenken. In Zeiten von Multimedia und täglichem Veränderungsstress ist das eine der wertvollsten Fähigkeiten überhaupt.

Achtsamkeit – oder auch bewusste Aufmerksamkeit - ist ein Werkzeug, um bestimmte neuronale Netzwerke zu aktivieren und andere zu hemmen – was zu Struktur- und Dichteveränderungen im Gehirn führt. Das ist keine Esoterik, sondern wissenschaftlich belegt und weithin anerkannt.

Man nennt es Neuroplastizität.

Wenn du also frustriert auf dem Meditationskissen sitzt und denkst, „Meditation funktioniert bei mir einfach nicht“, wenn es dich fast wahnsinnig macht, sitzen zu bleiben, wenn du dich von so vielen Gedanken gequält fühlst, die während der Meditation auftauchen, kannst du dir auch einfach vorstellen:

„Dies ist die beste Zeit für aktive Veränderungen“.

Zu wissen, dass du gerade jetzt in diesem Moment deine neuronalen Netzwerke buchstäblich zum Besseren veränderst, bedeutet eine unangenehme Situation positiv zu bewerten – ein kleiner Trick, der häufig hilft.

Solange du auf dem Meditationskissen sitzen bleibst und dem Impuls zum Aufstehen nicht nachgibst.

Wenn du lernst, deine Aufmerksamkeit zu steuern und zu lenken – insbesondere in schwierigen Situationen – kannst du deine Lebensqualität deutlich verbessern.

Darüber hinaus verhindert diese Praxis einen „limbischen Überfall“ auf deine Gefühle, da du so die exekutiven Funktionen deines Gehirns aktivierst [unter anderem den Frontallappen]. Meditation stärkt so die Selbstkontrolle und verringert die Reaktivität der Netzwerke, die die Gefühle steuern.

Achte also auf alles, was unerwünschte emotionale Reaktionen bei dir auslöst. Deine Trigger zeigen den Punkt, an dem Meditation dir helfen kann, mit Achtsamkeit aus der Gefühlsspirale herauszutreten.

Selbstkontrolle beginnt in der kleinen Lücke zwischen Reiz [Trigger] und deiner Reaktion darauf.

Setz‘ dich jeden Tag auf dein Meditationskissen und übe - jede Minute zählt – es lohnt sich.

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Haftungsausschluss: Meditation gilt allgemeinen als sicher. Tiefergehende Meditationstechniken sollten jedoch mit einem qualifizierten Lehrer erlernt werden. Diese Anleitung ersetzt keine ärztliche oder psychologische Behandlung. Wenn du in der Vergangenheit große Ängste, Depressionen oder andere psychische Probleme hattest, konsultiere bitte einen Therapeuten oder Arzt, bevor du tiefergehende Meditationspraktiken durchführst.

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